"Ayam me hasto Bhagavan

Aym me bhagvattarah

Ayam me vivabheshajah

Ayam me Shivabhimarshanah"

 

"Meine Hand ist göttlich.

Grenzenlos glückselig ist meine Hand.

Diese Hand bewaht alle heilenden Geheimnisse,

die ganz machen mit ihrer sanften Berührung." (Aus dem Rigweda)

 

 

Ayurveda...." das wissen vom gesunden Leben" wird in Indien bereits seit vielen Tausenden Jahren in den Alltag integriert. Ayurveda gilt als das älteste Gesundheitssystem und wird auch als "Mutter der Medizin" bezeichnet.

Dabei legt der Ayurveda vicht vorranig auf wert auf das Kurieren von bereits vorhandenen Störungen, sonder vielmehr auf eine gesunde Lebensweise: Die Vermeidung von Krankheiten ist also das eigendliche Ziel des Ayurveda.

 

Ayurveda wurde vor mehr als 4000 Jahren entwickelt. Einige weise Seher dieser Zeit erkannten durch Meditation und Kontemplation die Gesetzmäßigkeiten, welchen das menschliche Leben folgt. Ihnen wurde offenbart, wie wir Menschen unser Leben sinvoll gestalten können, um Krankheiten zu vermeiden.

Die ayurvedische Lehre nimmt deshalb eine sehr wichtige Rolle im Bereich der Gesundheitsvorsorge ein.

Damals war schon bekannt, das seelische und körperliche Prozesse in unmittelbarem Zusammenhang miteinander stehen. Die moderne Medizin sowie die Quantenphysik können heute wissenschaftlich belegen, das unsere Gedanken und Gefühle unseren Körper beeinflussen und prägen.

Unsere Gedanken sind in der Lage, die körperliche Gesundheit zu erhalten oder zu zerstören. Langsam beginnt unsere westlich orientierte Wissenschaft damit, fir Kernaussagen dieser uralten Lehren zu verstehen und zu bestätigen.

 

Im Westen wurde der Ayurveda nicht zuletzt durch seine wohltuenden Massageanwendungen bekannt.

Massagen spielen sowohl in der ayurvedischen Therapie, als auch in der altäglichen Lebensführung eine bedeutende Rolle. Die tägliche oder wöchentliche Einsalbung (Abhyanga) wird in Indien zum Zweck der Gesunfheitsvorsorge im Familienkeis durchgeführt.

Dieser Tradition folgend, hat sich im Westen ein System der Gesundheitsvorsorge ausgebildet, das gemeinhin als "Wellness" bezeichnet wird. "Wellnessmassagen" sind also jene Anwendungen, welche dazu beitragen, das körperliche und seelische Wohlbefinden zu steigern und Krankheitden vorzubeugen.

 

Im Gegensatz zur ayurvedischen Massage, haben die meisten westlichen geprägten Massageformendas Ziel, Muskelverspannungen zu lösen und den Bewegungsapparat des Menschen zu beeinflussen.

Der Ayurveda begreift all seine Massagen hingegen als ganzheitliche Heilweisen, welche Körper, Geist und Seele gleichzeitig berühren und ausgleichen. Ayurvedische Massagen haben vielfältige Wirkungen auf den Körper und Seele, sie unterstützen zum Beispiel die Ausscheidung von Giftstoffen, die Regeneration aller Gewebe und Organe und die Stärkung des Immunsystems. Sie beleben den Kreislauf und regen die Lymphzirkulation und die Verdauung an. Ayurveda Massagen verbessern das Hautbild und harmonisieren und stärken das Nervensystem.

 

Ayurveda Massagen werden individuell auf den einzelnen Menschen abgestimmt. Dabei spielt es keine Rolle, welche Krankheit ein Mensch hat. Es wird viel mehr drauf geachtet, wie der Mensch beschaffen ist, der eine Störung in sich trägt. Ein Ayurveda Therapeut ergründet die körperlichen und seelischen Merkmale des Kunden. Er beobachtet sein Körperbau, die Struckturen und Farbe der Augen, Haaren und Haut sowie seine Sprache und Bewegungen.

 

Ein Vaidya (ayurvedischer Arzt) ordnet die Eigenschaften und Körpermerkmale des Menschen den fünf Elementen Äther, Luft, Erde, Wasser und Feuer zu, welche sich zu den drei Bioenergien (Doshas) VATA, PITTA und KAPHA zusammenfügen.

 

Um zu wissen, wie ein Mensch massiert werden sollte, muss deshalb zunächst  seine Konstitution ermittelt werden.

 

  • ist ein Mensch sehr leicht und mager, so herrscht zuviel Wind und Äther in ihm, benötigt er Massagen welches diese Elemente ausgleicht und die Schwere und Substanz wieder fördert.
  • ein Mensch der über zu viel Feuer (Pitta) verfügt, benötigt Massagen die das Feuer Feuer abkühlt und zugleich eine gewisse Ruhe vermittelt.
  • wenn Wasser und Erde (Kapha) dominieren, die ihre Natur nach feucht, träge, ölig und schwer sind, benötigen der Betroffene Massagen, welche Leichtigkeit, Aktivität und Trockenheit fördert.

 

So vielfältig und individuell wi der Mensch selbst, ist auch die Auswahl der unterschiedlichen Öl- und Massageanwendungen des Ayurveda:

 

Unter "Snehana" versteht man beispielsweise all jene Verfahren, die ihre Wirkung ausschließlich durch die heilige Kraft der Massage Öle entfalten.

Bei anderen ayurvedischen Massagen stehen neben den Ölen die Massagetechnik und die Person des Massierenden im Vordergrund. Vor allem in Indien trifft man zahlreiche Ayurveda-Meister, welche ayurvedische Massagen lehren, die auf den Bewegungsapparat Einfluss nehmen und zugleich mit der Lebenskraft (Prana), der massierten Person arbeiten. Diese Massageformen konzentrieren sich auf die Lösung von körperlichen sowie energetischen Blockaden in den Vitalpunkten (Marmas), den Energiemeridianen (Nadis), und den Körperkanälen (Srotas).

Ayurvedischen Behandlungen wird deshalb eine verjüngende Wirkung nachgesagt, weil sie den Körper zunächst vollständig von sämtlichen körperlichen und geistigen Schlacken reinigen, um ihn anschließend zu stärken und zu nähren.